Was Stress mit Abnahme zu tun hat

Überblick

Was Stress mit Abnehmen zu tun hat

Während ich diese Zeilen schreibe, sehe ich, wie meine Nachbarin die Fenster putzt. Ein Blick auf meine Fenster zeigt: «Wäre auch hier bitter nötig»: Stresst mich aber nicht.

Die Kleider, welche ich bügeln sollte, stapeln sich: Stresst mich nicht.

Drei unbeantwortete WhatsApp-Nachrichten: Stresst mich

Am Wochenende will ich etwas Schönes mit meiner Mama machen und weiss noch nicht was: Stresst mich

Du merkst – heute geht es um das wichtige Thema Stress und was Stress mit Abnehmen zu tun hat.

 

Wie Stress unsere Abnahme beeinflusst

Vor zwei Wochen habe ich ausführlich darüber geschrieben, weshalb wir uns nicht noch mehr Druck machen sollten, wenn es mit der Abnahme nicht wie geplant klappt; hier nochmals das Wichtigste in Kürze:

  • Bei Stress werden zahlreiche «Stress-Hormone» ausgeschüttet: Adrenalin, Cortisol etc.
  • Diese Stresshormone wirken sich negativ auf den Stoffwechsel, Insulinspiegel und das Sättigungsgefühl aus
  • Dies wiederum kann einen negativen Einfluss auf die Fettverbrennung haben und «Heisshunger» auslösen, weil das Sättigungshormon Leptin weniger ausgeschüttet wird
  • Werden diese Hormone nicht rasch abgebaut, entsteht ein Teufelskreislauf aus «Heisshunger, schlechtes Gewissen, noch mehr Stresshormone etc.»
 
 

Welchen Stress gibt es?

Grundsätzlich gibt es zwei Formen von Stress:

Eustress (Positiver Stress):

  • Motiviert dich, ein Ziel zu erreichen und du glaubst daran, dass du dies schaffen kannst
  • Gibt dir einen positiven Energieschub
  • Spornt dich an, macht dich leistungsfähiger und motiviert dich
  • Auch Glücksmomente sind manchmal mit Eustress verbunden (Endlich die Ferien gebucht, sich zu einer Weiterbildung angemeldet etc.) => Vorfreude und noch nicht genau wissen, was dich erwartet
  • Ist in der Regel eher kurzfristig, danach setzt wieder Entspannung ein
  • Fühlt sich gut an => schenkt dir Energie

Distress (Negativer Stress):

  • Entsteht oft bei Herausforderungen, bei denen wir Angst haben, diese nicht bewältigen zu können
  • Gibt dir ein negatives Gefühl: Sorgen, Ängste, Überforderung
  • Hemmt deine Energie: Du fühlst dich müde, angespannt
  • Macht reizbar, wütend
  • Kann kurz- oder auch langfristig sein
  • Fühlst sich anstrengend an => nimmt dir Energie

Lass diese Sätze kurz auf dich wirken. Schliesse nun deine Augen und atme dreimal tief ein und aus und nimm wahr, welche Gedanken bei dir nun spontan aufkommen. Wenn du magst, so schreibe diese gerne auf.

 

Was Stress mit Abnahme zu tun hat

 

Was stresst dich?

Wie eingangs mit meinen Beispielen aufgezeigt: Jeder Mensch reagiert anders auf die Situation. Was für den einen negativen Stress bedeuteten kann, ist dem anderen egal.

Ehrlicherweise beschäftige ich mich persönlich auch nicht so gerne mit meinem negativen Stress – denn schon der Gedanke an dieses Thema löst wieder Stress aus 😉. Du bist damit also in guter Gesellschaft. Doch es lohnt sich in vielerlei Hinsicht, deinen Distress mal in Ruhe anzuschauen.

Es ist ein bisschen wie mit den vermeintlichen «Gespenstern und Monstern unter dem Bett», vor denen wir uns als Kinder in der Nacht gefürchtet haben: Die Vorstellung und das Verdrängen ist manchmal viel anstrengender als bewusst hinzuschauen und diese «Biester» mal ans Licht zu ziehen und zu merken: «Ist eigentlich gar nicht soooo schlimm, wie ich gedacht habe.» 😊.

 

Reflexionsfragen für dich

Ich lade dich ein, folgende Fragen für dich zu beantworten.

  • Bin ich oft angespannt, gereizt und fahre rasch aus meiner Haut?
  • Trommle ich mit den Fingern auf den Tisch, wippe mit meinen Füssen/Händen oder habe sonst einen «Tick»?
  • Schlafe ich schlecht?
  • Fühle ich mich oft antriebslos, erschöpft?
  • Habe ich Angst, andere zu enttäuschen oder Aufgaben nicht lösen zu können?
  • Grüble ich oft an einem Thema herum?
  • Versuche ich, viele Dinge auf einmal zu erledigen (Multi-Tasking)?
  • Halte ich es kaum aus, wenn es zu langsam/nicht vorwärts geht?
  • Passieren mir viele Flüchtigkeitsfehler?
  • Bin ich so erschöpft, dass ich mich abends nur noch aufs Sofa legen und konsumiere kann (TV, Netflix, Handy etc.)
  • Kann ich mit jemandem über meine Sorgen/Probleme sprechen?
  • Habe ich manchmal das Gefühl, dass mir nichts mehr so richtig Spass macht?
  • Lächle ich regelmässig?
  • Fühle ich mich in meinem privaten und beruflichen Umfeld wohl?
  • Habe ich Hobbies/Interessen, welche mir guttun und mich stärken?
  • Mache ich regelmässige Pausen?
  • Stehe ich unter einem hohen Termindruck?
  • Bin ich gut organisiert?
  • Ist es mir wichtig, dass ich das Gefühl von «Alles im Griff / unter Kontrolle» habe?
  • Leide ich unter Kopfschmerzen, Verspannungen, Verdauungsproblemen?
  • Kann ich abends gut abschalten und entspannen?
  • Nimmst ich mir regelmässig Zeit um mich zu bewegen und draussen in der Natur zu sein?
 
 

Vertiefte Reflexionsfragen für dich

In einem zweiten Schritt lade ich dich dazu ein, dich mit diesen beiden wichtigen Themen auseinander zu setzen:

  • Das gibt mir ein gutes Gefühl
  • Das gibt mir ein schlechtes Gefühl

(Welche Orte, welche Aufgaben, welche Menschen, welche Situationen etc.)

Nimm dir für diese beiden Fragen einen Stift und Papier (oder gerne wie ich ein schönes Notizbuch) und beantworte sie in Ruhe. Nachdem ich solche tiefgreifenden Fragen beantwortet habe, lasse ich das Notizbuch (oder das Papier) gerne noch in Sichtweite liegen und notiere mir spontan immer wieder Gedanken, welche mir später kommen. Also auch hier: Stresse dich nicht 😉.

Ich glaube, dies war nun ziemlich viel Stoff zum Thema Stress und darf erstmal in Ruhe verdaut werden.

Lasse dich auf das Thema ein – gerade dann, wenn du vielleicht auch Widerstand spürst 😉 – es lohnt sich in jeglicher Hinsicht, dich mit diesen Fragen zu beschäftigen. Denn ich bin der Überzeugung, dass das Stresslevel und die Anforderungen an uns in Zukunft nicht weniger werden (im Gegenteil) und es umso wichtiger ist, dass wir mental und körperlich gesund bleiben und lernen, damit anders umzugehen.

Jede Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt: Dem Erkennen, sich bewusst werden.

 

Da unser Stress so einen riesigen Einfluss auf unsere Gesundheit und auf unsere Abnahme hat, lohnt es sich, hier genauer hinzuschauen. Wir wissen ja: Abnehmen beginnt im Kopf. Von Innen nach Aussen.

 

Ich wünsche dir viele gute Erkenntnisse beim Aufdecken deiner Stress-Faktoren und ich freue mich, in einem nächsten Beitrag ein paar wertvolle Entspannungsstrategien mit dir zu teilen.

💗 Herzensgruss Silvia

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Schluss mit Diät-Stress

Ein herzliches Grüezi

Ich bin Silvia und ich freue mich, dass Du den Weg auf diese Seite gefunden hast.

Jeder noch so kleine Schritt zählt und Du hast es verdient, Dich wohl in Deinem Körper zu fühlen. Aber vergiss bitte diese schnellen Diäten, bei denen man spätestens nach einem Jahr alle verlorenen Kilos wieder auf den Hüften hat und oftmals noch einige Pfunde dazu.

Als junge Frau litt ich jahrelang unter meinen Gewichtsschwankungen und meinem Übergewicht. Ich habe sehr viele verschiedene Diäten und Methoden ausprobiert und kann heute dankbar sagen: Seit 25 Jahren geniesse ich stressfrei mein Wohlfühlgewicht!

Ich habe zahlreiche Aus- und Weiterbildungen absolviert. Unter anderem als Coach in der systemisch orientierten Beratung an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und als Didaktik-Spezialistin. Gleichzeitig bin ich seit vielen Jahren aktiv als Coach tätig. Genau so wichtig wie die Weiterbildungen sind allerdings auch meine persönlichen Erfahrungen, denn ich weiss, wie sich dieser Diät-Leidensweg anfühlen kann.

Privat bin ich eine glückliche, alleinerziehende Mama eines wunderbaren Sohnes und ich liebe die Geselligkeit und das Tanzen mit meinen Freundinnen. Gleichzeitig schöpfe ich Kraft aus der Natur und mit Yoga.

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