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Essen aus Gefühlen und ohne Hunger

Die letzten Tage waren nicht immer einfach: Eine Enttäuschung hier, eine schnippische Antwort da, dort eine unüberlegte Bemerkungen in meine Richtung und gleichzeitig riesengrosse Erwartungen an mich.

Und wie wenn das nicht schon genug wäre – nein – in solchen Momenten esse ich dann noch übertrieben viel und das sowieso ohne Hunger und ohne Genuss. Kennst du das auch: Essen aus Gefühlen und ohne Hunger?

Meistens komme ich mit den oben genannten stressigen Situationen ganz gut klar – doch eben nur meistens 😉.

Es gibt Momente oder Tage (oder Wochen, oder Monate) in denen wir vielleicht ein bisschen dünnhäutiger und sensibler sind. Was wir gestern mit einem Lächeln weggesteckt hätten, verletzt uns heute.

Hey – wir sind Menschen!

Wir sind zum Glück keine Roboter und genau darin unterscheiden wir uns ja: Wir haben Gefühle – mal solche, die uns angenehmer sind, mal die anderen.

Es gibt keine «negativen» Gefühle – alle Gefühle gehören dazu und wollen uns etwas aufzeigen. Sei es Wut, Traurigkeit, Neid oder was auch immer. Doch in unserer Gesellschaft möchte man dies nicht sehen. Ob in den sozialen Medien, Filmen oder Serien: Immer wird uns vorgegaukelt, dass wir bitteschön die perfekte Frau, perfekte Mama, perfekte Business- und Hausfrau, die perfekte Schwiegertochter und Freundin sein sollen. Und zu diesem «perfekt» gehört, dass wir immer top gestylt sind, immer nur positiv denken und alles mit einem Lächeln wegstecken.

Sorry, so ein «Mist».

Lass Dich nicht von Frauen blenden, die morgens schon in perfekter Schönheit aus dem Bett steigen (und geschminkt sind 😉), die immer geduldig und verständnisvoll sind (und in den eigenen vier Wänden ihre Kinder anschreien) und von selbstbewussten Frauen, denen scheinbar alles gelingt (Auch ihnen gelingt nicht alles, doch dies wird nicht in den sozialen Medien geteilt, auch logisch 😉).

Kein Wunder also, dass wir unsere sogenannten «negativen Gefühlen» oftmals verdrängen – sogar vor uns selbst. Weil wir den Anspruch haben «Das macht man doch nicht…. «

Ja, da hat der emotionale Hunger oder auch Seelenhunger leichtes Spiel mit uns 😥. Genau dann essen wir aus Gefühlen und ohne Hunger.

Essen aus Gefühlen und ohne Hunger

 

1. Essen aus Gefühlen und ohne Hunger => so machst Du es besser!

Ich lade Dich ein, Deine «negativen» Gefühle wieder mehr zuzulassen und zu spüren

Wann hast Du zum letzten Mal:

  • Einen Hauch von Neid gespürt?
  • Dich richtig geärgert und dies auch gezeigt?
  • Zu Deiner Überforderung gestanden?
  • Tränen geweint?
  • Dich unsicher gefühlt? Vielleicht sogar minderwertig?

Ich bin ehrlich zu Dir: Heute Morgen habe ich seit langem mal wieder ein paar Tränen vergossen. Zuerst versuchte ich noch, mir das Ganze «schön zu reden» und wollte schnell an etwas anderes denken, doch es funktionierte (zum Glück) nicht. Ich habe mich zuerst dagegen gewehrt, doch dann sind die Tränen geflossen und danach fühlte ich mich erleichtert. Der Druck war weg.

Und genau dieser Druck wird erzeugt, wenn Du Deine Gefühle verdrängst oder schönredest. Am Anfang kann das sogar noch funktionieren, doch der Druck wird immer grösser und wie bei einem Dampfkochtopf muss dieser Druck über ein Ventil entweichen.

Dieses Ventil ist oft das Essen.

Wir essen aus emotionalem Hunger oder aus Gefühls-Hunger und nicht, weil unser Körper hungrig ist. 

Essen hilft uns, Spannung und Druck abzubauen und wir fühlen uns entspannter. 

Leider nur für einen kurzen Augenblick. Denn das eigentliche Gefühl (Die Angst oder die Wut) sind ja immer noch da.

Deine Gefühle wollen Beachtung und wahrgenommen und nicht mit Essen betäubt werden.

Wir alle essen ab und zu, damit wir uns besser fühlen und nicht aus Hunger– mach Dir deswegen bitte kein schlechtes Gewissen. Es kommt auf die Dosierung/Menge darauf an, ob es einen Einfluss auf Dein Wohlfühlen und Gewicht hat, oder nicht.

Ich persönlich neige beispielsweise dazu zum Essen zu greifen, wenn ich mich überfordert/einer Sache nicht gewachsen fühle. Doch wie erwähnt – Essen beruhigt nur kurz und das eigentliche Problem, welches ich lösen sollte, ist deswegen nicht gelöst. Viel besser wäre es in einem solchen Moment, wenn ich beispielsweise jemanden um Hilfe bitten oder über meine Ängste sprechen würde.

Welches sind Deine typischen Momente, in denen Du aus Gefühlen und ohne Hunger isst? Wie könnest Du anders damit umgehen?

Ich lade Dich ein, Deinen Gefühlen wieder mehr Beachtung und Raum zu schenken, damit das emotionale Essen und der Heisshunger auf Süsses/Salziges weniger wird:

💖 Erlaube Dir ALLE Gefühle zu fühlen und gestehe sie Dir selbst gegenüber ein. So können sie verschmerzen und heilen.

Wie denkst Du darüber? Interessieren Dich solche Beiträge? Hast Du Themenwünsche? Lasse gerne einen Kommentar da.

💗 Herzensgruss Silvia

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Was ist ein Ess-Anfall

Erinnerst Du Dich noch an meinen letzten Blog-Beitrag? Ich habe beschrieben, wie ich einen 120 Gramm-Schoko-Hasen auf dem Nachhauseweg verschlungen hatte. Mit der Kernbotschaft: «Auch schlanke Frauen haben ab und zu einen «Ess-Anfall», sind unbeherrscht oder essen den ganzen Schoggi-Hasen, die ganze Tüte Chips oder die ganze Packung Cashewnüsse auf»

Daraufhin habe ich ein interessantes Feedback erhalten, im Sinne von: «Das ist doch gar nichts! Nur so ein Schoko-Hase! Weit entfernt von einem Ess-Anfall oder Unbeherrschtheit 😣». 

Hmmmm….  Diese Rückmeldung hat mich zum Nachdenken gebracht.

Okay, einerseits wurde etwas in meinen Text hineininterpretiert, was ich so nicht explizit geschrieben hatte, aber das war zweitrangig für mich.

Interessanter war die Frage: Wieso müssen wir genau definieren, was ein Ess-Anfall ist? Wo fängt es an? Wo hört es auf? Dasselbe gilt auch für das Gefühl, übergewichtig zu sein: Ausser vom Arzt genau diagnostiziert: Wo fängt Übergewicht an? Wo hört es auf? Was ist schlimm, was nicht?

Genau solche Fragen bringen uns überhaupt nicht weiter. Im Gegenteil. Schluss mit dem Bewerten und Beurteilen und/oder Verurteilen. Es gibt kein einheitliches Raster!

 

Was ist ein Ess-Anfall

 

1. Eine persönliche Entscheidung

Die Definition eines Ess-Anfalls (oder Übergewicht, Erfolg etc.) liegt ausschliesslich bei der betroffenen Person selbst.

Denn ich kenne Menschen, die:

  • Regelmässig richtige «Ess-Gelage» haben, dies aber niemals als «Fress-Attacke» bezeichnen würden
  • Andere, für die ist es ein „Ess-Anfall“, wenn sie mehr als die geplanten täglichen Kalorien gegessen haben
  • Bezeichnen es als einen «Ess-Anfall», wenn sie mehr als die geplanten täglichen Kalorien gegessen haben
  • Und solche, die von einer „Fress-Attacke“ sprechen, wenn sie «verbotene Dinge» wie Süssigkeiten, Zucker etc. zu sich nehmen

Die Bandbreite ist also riesig 😊.

2. Was ich unter einem „Ess-Anfall“ verstehe

Als «Ess-Anfall» bezeichne ich, wenn 

😒 … es die betroffene Person stört, was oder wieviel sie gegessen hat 

😒 … sie sich danach traurig und/oder verunsichert fühlt

😒 … sie das Gefühl hat, die Kontrolle verloren zu haben und sie sich als Versagerin fühlt.

Für mich hat ein «Ess-Anfall» also überhaupt nichts mit der Anzahl Gramm/Kalorien, dem Lebensmittel selbst oder irgendwelchen Verboten zu tun – sondern mit den Gefühlen, welche wir damit verbinden!

Wir können nie wissen, wie sich unser Gegenüber fühlt und was die Person alles schon durchmachen musste – auch in Bezug auf Essen und Diäten. Deshalb kann nur die Betroffene selbst entscheiden, ob sie es als «Ess-Anfall» bezeichnen würde oder nicht.

 

3. Meine heutige Inspirations-Botschaft für Dich

Kommen wir zum Fazit des heutigen Beitrags:

💗 Lass Dich nicht von anderen Meinungen beirren – niemand kennt Dich so gut, wie Du Dich selbst kennst

💗 Du entscheidest, was sich für Dich richtig oder falsch anfühlt

💗 Du beurteilst, ob Du einen Ess-Anfall hattest oder ob Du Dein Gewicht als Übergewicht bezeichnen möchtest.

Willst Du noch tiefer ins Thema eintauchen? Dann lade ich Dich ein,  folgende Fragen zu beantworten?

  • Was bedeutet für mich ein «Ess-Anfall»? 
  • Welche Gefühle spüre ich danach? 
  • Habe ich regelmässig solche «Ess-Anfälle»? 
  • Kenne ich vielleicht sogar Auslöser, welche dazu führen? 
  • Gibt es bestimmte Lebens- oder Genussmittel, nach deren Verzehr ich mich unwohl / unglücklich fühle? 

 

Ja, ich bin dankbar für diese kritische Rückmeldung, denn sie hat mich dazu angeregt, intensiver über dieses Thema nachzudenken.

Ich lade Dich ein, bei einer nächsten kritischen Meinung, welche Du bekommst, nicht sofort in die „Abwehr- und Verteidigungshaltung“ zu kommen, sondern in Ruhe mal darüber nachzudenken und die Chance darin zu erkennen. Auch wenn Du wieder zum selben Ergebnis oder zur selben Meinung kommst, so hat es sich gelohnt, sich seiner Werte und Überzeugungen noch einmal bewusster zu werden.

 

Wie denkst Du darüber? Interessieren Dich solche Beiträge? Hast Du Themenwünsche? Lasse gerne einen Kommentar da.

💗 Herzensgruss Silvia

 

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