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Grosse Ziele = grosse Erfolge?

Mit den Zielen ist es ja so eine Sache - zumindest bei mir :-). Einerseits bin ich mir bewusst, dass zielgerichtetes Arbeiten und "Lebensziele" durchaus dienlich sein können und andererseits gerate ich bei der Frage, was meine nächsten Ziele im Leben sind, jedes Mal in eine Art "Schockstarre"....

 

"Ähhh, gilt ein zufriedenes Leben zu führen als Ziel?"

 

Nein - gilt es nicht - dies lässt mich das Gegenüber mit seiner Mimik sekundenschnell verstehen.

 

Im beruflichen Kontext gibt es zahlreiche Ziele und dann sollte ich bitteschön noch kurz-, mittel, - und langfristige Ziele für mein Leben festlegen? Für gewisse Menschen kann dies durchaus attraktiv und motivierend sein - für mich nicht.

 

Ja, ich stehe dazu: ich habe keine messbaren Ziele für mein Privatleben. Und ja, manchmal fühle ich mich dabei nicht grossartig. Und manchmal fühle ich mich dabei sehr grossartig :-).

 

Ich würde mich als "Alles-oder-Nichts-Frau" bezeichnen, wohl deswegen sind grosse Ziele schon mal gefährlich für mich. Da bin ich erstmal voller Enthusiasmus mit dabei, setze mir richtig grosse Ziele (SMART selbstverständlich ;-) und los geht's. Tja, und dann klappt etwas nicht wie vorgesehen - ich kann beispielsweise "nur" zweimal anstatt wie geplant dreimal pro Woche joggen gehen. Zu Beginn kann ich das Ganze mit dem Kopf noch ganz gut steuern ("ist ja nicht so schlimm, zweimal ist besser als keinmal etc.). Aber ich spüre instinktiv, dass ich mich mit diesen Parolen im Prinzip selber belüge - denn ich "ticke" nicht so. Und leider lässt die Konsequenz davon nicht lange auf sich warten: ich lasse das Ziel fallen und widme mich etwas Neuem zu - an zu wenig Begeisterungsfähigkeit leide ich ja nicht.

 

Deswegen gilt für mich die Devise:

 

"Auch kleine Schritte führen zum Ziel!"

"Lieber langsam als gar nicht!

 

Apropos persönliche Lebensziele: nach kurzer Überlegung bin ich doch zur Meinung gekommen, dass meine Ziele sehr wohl auch ihre Berechtigung haben - auch wenn sie vielleicht "unsexy" tönen:-): Ja, ich möchte mein soziales Netzwerk/meine langjährigen Freundschaften gut pflegen, mein Ziel ist es, als "netter Mensch" durchs Leben zu gehen und ich versuche, humorvoll und lösungsorientiert zu bleiben - insbesondere in herausfordernden Situationen.

 

Es gibt zahlreiche Sprichwörter und Zitate nach dem Motto: "Kennst Du Dein Ziel nicht, so kommst Du nicht am richtigen Ort an." Nachvollziehbar - doch vielleicht ist das Ziel nicht das "Ankommen", sondern sich entspannt und offen auf das Leben einzulassen?

 

Welche Einstellung hast Du zu Zielen? Schreibe es in die Kommentare und lass uns daran teilhaben.

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Sandra (Sonntag, 19 August 2018 22:38)

    Ich halte es mit privaten Zielsetzungen so: keine setzen wann immer möglich - und wenn es ein Ziel gibt dann mache ich alles auf den letzten Drücker und erst wenn mir das Wasser bis zum Hals steht... also lieber keine setzen und sich nicht unter Druck setzen lassen von aussen.

    Und wir beide haben ja noch ein gemeinsames Ziel (na ja, es war eher ein Ziel, was mir von dir gesetzt wurde): 10km Lauf am Greifensee....

    Und sonst halte ich es wie du, geniesse den Moment und schaue positiv in die Zukunft.

    Happy Wochenstart!

  • #2

    Christa (Montag, 20 August 2018 19:58)

    Oft ist ja auch "der Weg das Ziel"!
    Das sollten wir bei der ganzen Leistungsorientierung nicht vergessen und uns auch daran freuen ;-)

  • #3

    Martina (Montag, 20 August 2018 20:23)

    Wie oft schon wurde ich nach meinen Zielen gefragt? Immer und immer wieder. „Ich habe keine Ziele, ich versuche, im hier&jetzt zu leben.“ Nach meiner Antwort ernte ich in der Regel Kopfschütteln oder zumindest fragende Blicke. „Alle haben Ziele“, hat mir kürzlich eine Kollegin gesagt. Vielleicht verstehe ich „Ziele“ anders als alle oder aber ich bin zu beschäftigt im hier&jetzt um mir Gedanken über Ziele zu machen.
    Allegra!